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Erfahrungsberichte

Joachim Merk, 43 Jahre

Nach dem Besuch der Hauptschule habe ich zunächst die zweijährige Berufsfachschule und danach das kaufmännische Berufskolleg I besucht.

Nach der Ausbildung zum Bankkaufmann habe ich im einjährigen Berufskolleg die Fachhochschulreife erworben und anschließend an der Fachhochschule Kempten Betriebswirtschaftslehre mit dem Schwerpunkt Rechnungswesen und Controlling studiert. Dabei habe ich ein Auslandssemester in Nordirland absolviert.

Nach dem Studium bin ich bei der Gühring OHG als Teamleiter, zuständig für das Controlling der ausländischen Produktions- und Vertriebsgesellschaften, eingestiegen. Berufsbegleitend habe ich über einen Abend- und Wochenendkurs die Weiterbildung zum Bilanzbuchhalter absolviert.

Im Anschluss war ich 10 Jahre lang Vertriebsleiter bei der Fa. Torbau-Schwaben GmbH in Oberessendorf. Zwischenzeitlich bin ich Geschäftsführer bei der Fa. KWM Kunststoff-Formteile GmbH in Merklingen.

Mein Fazit: Auch mit einem Hauptschulabschluss kann man noch sämtliche Bildungsabschlüsse erreichen und es im Leben zu etwas bringen.

Stefanie Spöcker, Schülerin

Momentan besuche ich die 2-jährige Wirtschaftsoberschule in Riedlingen die es mir ermöglicht, die allgemeine Hochschulreife (Abitur) zu erlangen.

Nachdem ich 2008 meinen Realschulabschluss gemacht habe, begann ich meine 3-jährige Ausbildung als Fachangestellte für Bürokommunikation im Landratsamt Biberach, die ich im Juli 2011 erfolgreich beendet habe. Obwohl eine Übernahme möglich gewesen wäre und mir die Ausbildung auch gut gefallen hat, habe ich mich dazu entschieden, mein Abitur nachzuholen, um meinem Traumberuf ein Stückchen näher zu kommen. Mein Ziel ist es nämlich, Haupt- und Realschullehramt in Weingarten oder Freiburg zu studieren.

Auch wenn eine solche Entscheidung nicht ganz leicht fällt, man viel Durchhaltevermögen benötigt und man auf das zuvor bekommene Einkommen verzichten muss, lohnt es sich allemal, diesen Weg zu gehen, wenn man selbst voll hinter der eigenen Entscheidung steht. Ich persönlich habe meine Entscheidung an noch keinem Tag bereut.

Lilia El, Studentin im Studiengang "Public Management"

Momentan bin ich im 5. Semester des Studiums zum Bachelor of Arts Public Management an der Hochschule für öffentliche Verwaltung in Kehl.

Wie ich dazu gekommen bin?

Zugangsvoraussetzung für das Studium Public Management ist mindestens die Fachhochschulreife und das Bestehen des Studieneignungstests der Hochschule.

Ich habe die Fachhochschulreife im einjährigen Berufskolleg Fachrichtung Wirtschaft erworben, nachdem ich eine 3-jährige kaufmännische Ausbildung absolviert hatte. Die 3-jährige kaufmännische Ausbildung ist neben der Mittleren Reife Zugangsvoraussetzung zum einjährigen Berufskolleg.

Die Mittlere Reife habe ich nach der 10. Klasse der Werkrealschule erworben. Um in die 10. Klasse zu gelangen, musste man im Abschlusszeugnis der Hauptschule eine Durchschnittsnote von mindestens 2,5 erreichen. Auch war ein vorheriger freiwilliger Besuch des Zusatzunterrichtes empfehlenswert, den ich auch in Anspruch genommen hatte.

Fazit: Auch wenn man nicht die klassische Laufbahn eines Gymnasiasten hinter sich hat, ist es durch Fleiß und Zielstrebigkeit durchaus möglich einen Hochschulabschluss anzustreben.

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